Bei den französischen Kommunalwahlen haben Grüne und Sozialisten zahlreiche Niederlagen erlitten. Insgesamt geht eine rechte Welle durch Frankreich mit diesen Wahlen, und die legt Zeugnis von veränderten Prioritäten der Franzosen im Kommunalen ab. Es geht mittlerweile vielerorts vor allem um innere Sicherheit, wenn man über Kommunalpolitik spricht. Und in dieser Disziplin wurde wohl noch nie ein Grüner gewählt.
In Bordeaux hat der Écologiste Pierre Hurmic verloren, der Macronist Thomas Cazenave übernimmt. In Lyon konnte der Grüne Grégory Doucet sich anscheinend am Ende knapp vor den parteilosen Unternehmer und langjährigen Fußballclub-Präsidenten Jean-Michel Aulas setzen. In Straßburg unterlag die grüne Amtsinhaberin – obwohl sie sich weiterhin auf linksradikale Stimmen stützen wollte. Insgesamt verlieren die grünen und sozialistischen Kandidaten überall dort, wo sie sich einst mithilfe der radikalen Linken von La France Insoumise (LFI, „Aufsässiges Frankreich“) wählen ließen. Das ist nun nicht mehr von allen und überall gewollt, seit sich LFI insgesamt als politischer Arm der gewalttätigen Antifa zu erkennen gab und offen für den Straßenkampf votiert.
Das gilt auch für kleinere Städte: In Clermont-Ferrand tief in der Landesmitte gewann der Republikaner-Kandidat gegen den amtierenden Sozialisten. In Poitiers wird die grüne Bürgermeisterin abgelöst. So geht es in vielen Städten im Hexagon. Grün und Links gehen – Konservative übernehmen. Und die gehören immer öfter dem Rassemblement National an.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











