Nach Donald Trump ist auch US-Außenminister Marco Rubio um deutliche Worte nicht verlegen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hielt er Europa den Spiegel ins eigene Verderben vor und stellte zugleich die Rolle der Vereinten Nationen (UN) zur Lösung internationaler Konflikte in Frage.
Mancher im Saal zuckte zusammen, als der amerikanische Außenminister in seiner halbstündigen Rede am Samstag (14.Februar) im Tagungshotel Bayerischer Hof kein Blatt vor den Mund nahm. Marco Rubio warf den Europäern „große Fehler“ vor. Er sprach von einem „Klima-Kult“, der zu einer falschen Energiepolitik geführt habe. Im Streben nach einer Welt ohne Grenzen seien „Türen für eine beispiellose Welle der Massenmigration“ geöffnet worden.
Dann hammerharte Sätze, bei denen der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock („Grüne“), die Ohren geklingelt haben dürften: Die UN hätten zwar nach wie vor enormes Potenzial, Gutes in der Welt zu bewirken, aber bei den drängendsten aktuellen Herausforderungen hätten die Vereinten Nationen keine Antworten und würden faktisch keine Rolle spielen. Die globalen Institutionen der „alten Ordnung“ müssten grundlegend reformiert oder sogar neu aufgebaut werden, forderte Rubio. Die internationale Ordnung müsse wieder den Menschen dienen.
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