Klamme Krankenkassen fordern höhere Steuern: „Lieber etwas teureres Bier und Zigaretten“

vor 3 Monaten

Klamme Krankenkassen fordern höhere Steuern: „Lieber etwas teureres Bier und Zigaretten“
Bildquelle: NiUS

Eine höhere Steuer auf Tabak und Alkohol fände der GKV-Spitzenverband richtig. Verbandschef Oliver Blatt will so das drohende Defizit seiner Krankenkassen ausgleichen.

Höhere Steuern auf Tabak und Alkohol wären aus Sicht der Krankenkassen sinnvoll. „Lieber etwas teureres Bier und Zigaretten als die milliardenteuren Folgeerkrankungen vom Trinken und Rauchen“, sagte der Chef des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt, der Rheinischen Post.  Blatt bezog sich dabei auf Vorschläge der Expertenkommission für eine Reform des Gesundheitswesens. Ihre 66 Empfehlungen haben insgesamt ein Volumen von 42 Milliarden Euro. Was davon umgesetzt wird, will Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nun prüfen. Schon für 2027 wird eine Finanzlücke von rund 15 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung erwartet.

Blatt begrüßte auch die Idee der Fachleute, vor teuren Operationen an Knien oder Hüfte eine Zweitmeinung einzuholen. Andere Empfehlungen bewertete der Verbandsvertreter skeptisch, so etwa die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehegatten ohne Kleinkinder. „An anderen Stellen ließe sich einfacher und schneller mehr Einsparpotenzial erreichen“, sagte er.

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