Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs – doch die Belegschaft will das nicht einfach hinnehmen. Der Widerstand wächst. An mehreren deutschen Standorten wird es am kommenden Freitag zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die IG Metall mobilisiert die Beschäftigten.
Auslöser der groß angelegten Protestaktion war ein Schreiben, das der Mercedes-Vorstand jüngst an seine deutschen Mitarbeiter versandt hatte. Die Kernbotschaft: Man müsse „weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben“. Prozesse sollten beschleunigt und gewachsene Strukturen verschlankt werden, heißt es weiter. Das bedeutet auch: Die Arbeitsstunde müsse günstiger werden. Den direktesten Weg dorthin formulierte der Vorstand unverblümt: „Wir sollten in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten.“
Als Sofortmaßnahme zur Erreichung dieser Ziele beschloss der Konzern, den sogenannten Transformationsbaustein für nahezu alle deutschen Beschäftigten – rund 90.000 der insgesamt 108.000 Mitarbeiter – zu verschieben. Der Transformationsbaustein ist eine tarifliche Sonderzahlung in Höhe von 18,4 Prozent eines regulären Monatsgehalts. Die jährliche Sonderzahlung soll nun erst im April 2027 ausgezahlt werden – neun Monate später als ursprünglich vorgesehen.
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