Kurz vor dem CSU-Parteitag in München betont Parteichef Markus Söder die Eigenständigkeit seiner Partei in der Berliner Koalition und markiert Konfliktlinien sowohl zur CDU als auch zur SPD. Im Interview mit dem Merkur stellt Söder klar, die CSU wolle zwar „maximal konstruktiv“ regieren, aber „keine Kumpanei“ mit Kanzler Friedrich Merz und der SPD eingehen.
Gleichzeitig fordert Söder eine andere Außendarstellung der Merz-Regierung und mahnt ein besseres „Gesamterscheinungsbild“ der Koalition an – ein indirekter Hinweis auf Kommunikationsprobleme im Kanzleramt. Besonders zur SPD geht Söder auf Distanz.
Das Aus für das Bürgergeld sei beschlossen, Nachverhandlungen, wie von den Jusos gefordert, schließt er aus. Klassenkampf-Rhetorik wie jüngste Aussagen von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas gegenüber Arbeitgebern lehnt er ab und fordert die Sozialdemokraten auf, ihr Verhältnis zur Wirtschaft zu „entkrampfen“. Stattdessen wirbt Söder für ein „Bündnis für Wirtschaft und Arbeit“ und dringt auf Steuersenkungen, niedrigere Energiepreise und weniger Bürokratie.
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