Deutschland hat mit großer Wahlbeteiligung (84 Prozent) gewählt. Und obwohl CDU und CSU einige Punkte zulegten, die AfD sich beinahe verdoppelt hat und die Linkspartei mit ihrem Klassenkampf-Reichenhass-Wahlkampf 8,7 Prozent der Stimmen erringen konnte, kennt diese Bundestagswahl im politischen Ergebnis nur Verlierer – vor allem den Wähler, der sich einen Politikwechsel herbei wählen wollte, diesen aber nicht bekommen wird.
Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder schlagen ein.
Friedrich Merz darf sich als Kanzlerkandidat der Partei mit den meisten Stimmen „Wahlsieger“ nennen, tat er auch: „Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen“, waren die ersten Worte von Merz nach Verkündigung der ersten Prognosen. Es sei ein toller Wahlkampf gewesen, rief er den Wahlkämpfern und Unterstützern zu.
Er wird all dies jedoch nur mit der Faust in der Tasche sagen können. Denn: Zum einen hatte die Union noch Ende November 33 Prozent im Durchschnitt der Umfragen, bei Allensbach gar 37 Prozent. Der Wahlkampf, die Debatten um „Zufallsmehrheiten“ und die sogenannte „Brandmauer“ haben also einen ordentlichen Einbruch beschert.
Darüber hinaus sind CDU und CSU derzeit für eine Regierungsmehrheit an die Stimmen der SPD und nur an die Stimmen der SPD gekettet – ein rechtes Mehrheitsbündnis mit der AfD hatte Merz bei jeder Gelegenheit (auch ungefragt) ausgeschlossen. Ob Merz den versprochenen „Politikwechsel“ bei Migration und Wirtschaft mit der SPD wird umsetzen können, ist mehr als fraglich. SPD-Chef Lars Klingbeil hatte beispielsweise Zurückweisungen an den deutschen Außengrenzen kategorisch ausgeschlossen.
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