Kampf gegen Rassismus, digitale Gewalt und „Frauenmorde ins Gesetz“ – so wollen Neubauer und Co. Sicherheit für Frauen schaffen

vor 8 Monaten

Kampf gegen Rassismus, digitale Gewalt und „Frauenmorde ins Gesetz“ – so wollen Neubauer und Co. Sicherheit für Frauen schaffen
Bildquelle: Apollo News

50 Frauen – darunter Ricarda Lang und Luisa Neubauer – haben einen offenen Brief an Friedrich Merz verfasst und den Kanzler wegen seiner „Stadtbild“-Aussage kritisiert. Außerdem stellen sie zehn Forderungen auf, darunter eine bessere Beleuchtung an öffentlichen Plätzen oder „Frauenmorde ins Gesetzbuch aufnehmen“, wie der Spiegel schreibt. Das Schreiben liegt dem Spiegel vorab vor. Im Laufe des Dienstags soll es auch online gestellt werden, sodass weitere Personen den Brief unterschreiben können.

Die Erstunterzeichner beziehen sich auf Merz’ Äußerung, dass man seine Töchter fragen solle, was mit „Stadtbild“ gemeint sei. „Wir möchten gerne über Sicherheit für Töchter, also Frauen sprechen. Wir möchten es allerdings ernsthaft tun und nicht als billige Ausrede dienen, wenn rassistische Narrative gerechtfertigt werden sollen“, heißt es in dem Brief. Merz nutze die Gefährdung von Frauen, um Ressentiments zu schüren, so der Vorwurf.

Opfer von Sexismus und Rassismus würden gegeneinander ausgespielt. Man wolle einen öffentlichen Raum, in dem sich alle Menschen sicher fühlen. „Und wir wollen, dass Frauen sicher sind – auf der Straße und im eigenen Zuhause.“ Deshalb stellen die Frauen zehn Forderungen auf. Neben der bereits erwähnten besseren Überwachung und Beleuchtung wollen sie, dass rassistisch motivierte Gewalt anerkannt wird und ein „Gewaltschutzgesetz“ finanziert wird. Sexualisierte und häusliche Gewalt soll besser verfolgt werden. Darum sollen auch mehr Daten zu dem Thema erhoben werden.

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