Eickhout begründete seinen Schritt in einer Stellungnahme damit, er habe in der Vergangenheit „nicht immer das Richtige getan“. Er habe Beziehungen geführt, die „nicht zu meiner Rolle passten“, und er übernahm dafür die Verantwortung. Seine Partei PRO (aus der Fusion von GroenLinks und Sozialdemokraten hervorgegangen) betonte, der Rücktritt sei auch darauf zurückzuführen, dass frühere Arbeitsplatz-Beziehungen nicht gemeldet worden seien. Ein professionelles und offenes Arbeitsumfeld sei zentral für den Verhaltenskodex. Dennoch stellte Eickhout klar: Der Rücktritt habe „nichts mit der Beziehung zu Lena zu tun“.
Die Grünen-Fraktion im EU-Parlament respektierte den Schritt und unterstrich die Bedeutung eines professionellen Umfelds. Politisch kommt der Abgang zu einem sensiblen Zeitpunkt: In wenigen Monaten stehen Neuwahlen wichtiger Führungspositionen im Parlament an, und in den Niederlanden steht die Fusion von Eickhouts Partei kurz bevor.
Lena Schilling ist mit 25 Jahren eines der jüngsten Mitglieder des EU-Parlaments. Die ehemalige Klimaaktivistin wurde im Jänner 2024 von den österreichischen Grünen als Spitzenkandidatin für die EU-Wahl nominiert – trotz ihrer fehlenden politischen Erfahrung. Sie zog nach der Wahl 2024 gemeinsam mit Thomas Waitz ins EU-Parlament ein. Ihr Wahlkampf wurde jedoch massiv von Skandalen überschattet.
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