TE-Autor Josef Kraus befasst sich seit Jahren mit parastaatlichen Strukturen der „Zivilgesellschaft“ und den Non-Governmental-Organizations (NGO): in Veröffentlichungen und bei Vorträgen. Zuletzt hielt er dazu Ende November in Frankfurt/Main bei einem Seminar der Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) in einem überfüllten Saal mit Besuchern aus mehreren Bundesländern einen Vortrag. Kraus sezierte hier anhand zahlreicher Dokumente das NGO-Schattenimperium: Es sei dies ein dicht verflochtenes, verfilztes, steuerfinanziertes System aus Förderprogrammen und Denunziationsmeldestellen der Bundesregierung, der deutschen Länder sowie der EU-Kommission. Dieses System habe sich, so Kraus, längst zu einem milliardenschweren Machtblock verselbständigt, der Arm in Arm mit staatlichen Einrichtungen und mit etablierten Medien inkl. Öffentlich-Rechtlichen (ÖRR) unter dem Tarnnamen der „Zivilgesellschaft“ den Weg zu einem neuen Totalitarismus ebne. Es sei daraus eine Art Kartell geworden, in dem man sich gegenseitig protegiere und befördere. Das Ganze auf Kosten der zumeist ahnungslosen, aber geschröpften Steuerzahler.
Kraus macht klar, dass dieses System nicht erst mit der „Ampel“-Bundesregierung begonnen habe und auch von der Merz-/Klingbeil-Regierung nicht gestoppt werde. Die Mehrzahl der angeblichen „Demokratie“-Förderprogramme sei in der Merkel-Zeit aufgelegt wurden. Antreiberin vor allem des Programms „Demokratie leben!“ sei die die damalige Familien- und Jugendministerin des Merkel-Kabinetts III gewesen: Manuela Schwesig (SPD). De facto sei daraus ein riesiger Geldautomat für linke „Demokratiepädagogen“, Aktivisten und Projektschmieden geworden. Zuletzt habe das Programm „Demokratie leben“ 330 lokale „Partnerschaften für Demokratie“ und rund 5.000 Projekte umfasst – dotiert und projektiert bis 2032 (!) mit jährlich rund 185 Millionen Euro.
2024 fragte die AfD-Fraktion nach. Die „Ampel“-Bundesregierung brauchte 320 Seiten, um am 9. April 2024 die Geldströme mit Bundestagsdrucksache 20/10952 zu dokumentieren. Am 24. Februar 2025 stellt die CDU/CSU-Fraktion weitere 551 detaillierte Fragen zur Finanzierung von NGOs sowie zu deren politischer Neutralität bzw. Einseitigkeit. Vielsagend ist für Kraus: Statt Transparenz als Selbstverständlichkeit zu begreifen, bezeichnete SPD-Chef Lars Klingbeil im Vorfeld der damals beginnenden Koalitionsverhandlungen die 551 Fragen als „Foulspiel“ der Union. Die Union knickte ein und begnügte sich mit nichtssagenden Antworten der auslaufenden, geschäftsführenden „Ampel“.
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