Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichte am Freitag seinen neuesten Ausblick zur Weltwirtschaft. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 hat die Organisation leicht nach oben korrigiert. Im Durchschnitt erwartet der IWF ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3 Prozent.
An der Spitze der Prognosen für 2025 stehen Länder wie Indien (+6,5 Prozent), die Philippinen (+6,1 Prozent), Kasachstan (+5,5 Prozent) und Indonesien (+5,1 Prozent). Allerdings sind diese Länder nicht die Haupttreiber für die generelle Anhebung der globalen Konjunkturprognose. Die verbesserten Aussichten gehen vor allem auf die stärkste Volkswirtschaft der Welt zurück: die USA. Hier verzeichnete die BIP-Prognose unter den großen Volkswirtschaften den stärksten Zuwachs, mit einer Aufwärtskorrektur von 0,5 Prozentpunkten auf 2,7 Prozent.
Mit der Amtseinführung von Donald Trump könnten die USA sogar ein noch höheres Wirtschaftswachstum erreichen, als vom IWF prognostiziert. Trump selbst setzt wohl weiterhin auf die Steuererleichterungen aus seiner ersten Amtszeit und dürfte die Federal Reserve wohl auch zu weiteren Zinssenkungen bewegen.
Seine erneute Präsidentschaft könnte dazu beitragen, die Konjunktur in den USA weiter anzukurbeln. Durch die gezielte Förderung von Atomkraft und fossilen Energien, einschließlich Fracking, sowie die Abkehr von erneuerbaren Energien plant Trump, die Energiekosten in den USA deutlich zu senken.
Die wirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland wurden vom IWF für das Jahr 2025 deutlich nach unten korrigiert. Anstelle eines ursprünglich prognostizierten BIP-Wachstums von 0,8 Prozent wird nun nur noch ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Damit vergrößert sich der Abstand der deutschen Wirtschaft zu den anderen Industrienationen. Innerhalb der 30 führenden Volkswirtschaften fällt Deutschland mit diesem minimalen Wachstum auf den letzten Platz zurück – ein Armutszeugnis für den einstigen Wirtschaftsmotor.
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