Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) korrigiert seine Erwartungen für die deutsche Konjunktur deutlich nach unten. Hintergrund sind vor allem die Folgen des Kriegs im Nahen Osten, der über steigende Energiepreise und gestörte Lieferketten auf die Wirtschaft durchschlägt.
Für 2026 rechnen die Ökonomen nur noch mit einem Wachstum von etwas über 0,4 Prozent – damit fällt die Prognose weniger als halb so hoch aus wie noch im Dezember. Eine spürbare Erholung nach den vergangenen Jahren mit Rezession und Stagnation bleibt damit aus.
Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche im Außenhandel. Die Ausfuhren sollen 2026 um 0,3 Prozent zurückgehen – bereits das vierte Minusjahr in Folge. Gleichzeitig wächst der Welthandel weiter, wodurch sich die deutsche Exportwirtschaft zunehmend abkoppelt. Gründe sind laut IW eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit sowie eine Verschiebung der globalen Nachfrage. Zudem verlagern Unternehmen ihre Produktion verstärkt ins Ausland.
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