Die Rolle von Malu Dreyer in der SPD wurde 2019 stark, nachdem die Rheinland-Pfälzerin Andrea Nahles den Bundesvorsitz aufgegeben hatte. Als Ministerpräsidentin hatte Dreyer einen starken Landesverband hinter sich und selbst keinerlei Ambitionen in der Bundespolitik, obwohl sie stellvertretende Parteivorsitzende war. Die ideale Mischung, um Positionen innerhalb einer Partei durchsetzen zu können. Dreyer verkündete damals, die SPD müsse weiblicher werden, linker und jünger.
Zwei Listenaufstellungen und Wahlen später sitzt im Bundestag eine SPD-Fraktion, die stark Dreyers Wünschen entspricht. Gestandene Abgeordnete, die Praxiserfahrungen und ein reales Bild von der Wirtschaft hatten, sind weg. Dafür sind Abgeordnete nachgerutscht, die das Leben nur aus Kreißsaal, Hörsaal und Plenarsaal kennen. Die wichtigsten Themen dieser Generation sind Kampf gegen Rechts, Klimaschutz, Kampf gegen Rechts, queere Lebensformen, Kampf gegen Rechts und Kampf gegen Rechts. Kurzum: Alles Themen, bei denen eine starke Selbstverliebtheit, eine stark ausgeprägte Meinung und wenig fachliche Ahnung helfen.
Malus junge Linke sind es, die Friedrich Merz (CDU) im ersten Wahlgang der Kanzlerwahl haben durchfallen lassen – obwohl der den Sozialdemokraten in den Koalitionsverhandlungen davor wirklich jeden Wunsch erfüllt hat. Inklusive des Bruchs seines Wahlversprechens, die Schuldenbremse nicht aufzuweichen. Wer Politik im Wesentlichen als Kette von Symbolhandlungen versteht, lässt einen Kandidaten durchfallen, mit dem gemeinsam man das Land gerade über Generationen hinaus verschuldet hat.
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