Vor dem Beginn des Wintersemesters haben Vertreter der islamistischen Gruppierung „Muslimstudents NRW“ an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit Informationsständen auf sich aufmerksam gemacht. Auf der sogenannten Unibrücke errichteten sie zwei Pavillons – einen für Männer, einen für Frauen.
Die Aktion war als Versammlung unter dem Thema „Aufklärung über den Islam – Information, Dialog und Austausch“ angemeldet. Das berichtet die WAZ. Nach Angaben der Zeitung handelte es sich bei den Initiatoren nicht um eine offizielle Hochschulgruppe, sondern um die Nachwuchsorganisation der Furkan-Bewegung, die seit Jahren vom Verfassungsschutz NRW beobachtet wird.
Im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 2024 wird die Furkan-Bewegung als islamistische Organisation beschrieben, die ein „politisches Religionsverständnis“ vertritt und die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnt. Ziel sei eine „islamische Zivilisation“. Der NRW-Verfassungsschutz führt sie seit 2016 in seinen Berichten, der Bundesverfassungsschutz zählt sie seit 2018 zum Spektrum des islamistischen Extremismus. Die „Muslimstudents NRW“ gelten als Rekrutierungsarm der Bewegung.
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