Nach einem Angriff auf die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat sich die angespannte Lage in der Region weiter verschärft. Nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums seien zwei Drohnen auf das Botschaftsgelände gerichtet gewesen. Dabei sei ein begrenztes Feuer ausgebrochen und geringer Sachschaden entstanden. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur AFP von aufsteigendem Rauch über dem Botschaftsgelände sowie von lauten Explosionen. Aus Kreisen, die der saudi-arabischen Armee nahestehen, heißt es, dass die Luftverteidigung insgesamt vier Drohnen abgefangen habe, die das diplomatische Viertel im Westen Riads angesteuert hätten. Später meldete ein AFP-Reporter weitere Explosionen im Zentrum der Hauptstadt. Die US-Botschaft forderte US-Bürger in Riad, Dschidda und Dhahran auf, in geschlossenen Räumen zu bleiben.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen ergreifen. Die politischen Hintergründe des Vorfalls werden in Washington vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Iran diskutiert. Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, erklärte, Israel habe maßgeblichen Druck ausgeübt, um ein entschlossenes Vorgehen gegen Teheran zu erreichen. „Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung“, sagte Johnson.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











