Internationaler Währungsfonds warnt vor Dauerflaute in Deutschland

vor 7 Monaten

Internationaler Währungsfonds warnt vor Dauerflaute in Deutschland
Bildquelle: NiUS

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt Deutschland in seinem aktuellen Länderbericht nur begrenzte wirtschaftliche Erholung. Zwar wird die Reform der Schuldenbremse als positiver Impuls gewertet, doch insgesamt fällt die Bilanz kritisch aus: Ohne tiefgreifende Strukturreformen drohe die Bundesrepublik in eine langanhaltende Wachstumsflaute zu geraten, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Der IWF erkennt an, dass die Lockerung der Schuldenregel zusätzliche Investitionen in Verteidigung, Infrastruktur und Digitalisierung ermöglicht hat. Diese Politik gebe der Wirtschaft kurzfristig Auftrieb und stärke die Nachfrage, heißt es im Bericht des IWF. Mit einem erwarteten Defizit von vier Prozent und einer Staatsverschuldung von rund 68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2027 bleibe Deutschland im internationalen Vergleich solide aufgestellt.

Nach Einschätzung der IWF-Experten reicht dieser fiskalische Impuls jedoch nicht aus, um die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft zu überwinden. Die Wachstumsprognose für 2026 liegt bei etwa einem, für 2027 bei rund eineinhalb Prozent. Der Fonds verweist darauf, dass vor allem der Fachkräftemangel und eine unzureichende Reformbereitschaft den Standort belasten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel