Als wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass selbst-legitimierte One-World-Institutionen lieber „Zeichen setzen“ als nüchtern zu arbeiten, dann liefert ihn jetzt der Internationale Strafgerichtshof (IStGH).
Aus Angst vor Sanktionen der US-Regierung will der IStGH in Den Haag seine Office-Software von Microsoft auf die deutsche Behörden-Alternative OpenDesk umstellen. „Technologische Autonomie“ erhofft sich der umstrittene Internationale Strafgerichtshof, den keine einzige Großmacht anerkennt, durch diesen Schritt, zweifelt aber seine eigene Ankündigung offensichtlich an.
„Kurzfristig teuer, ineffizient und unbequem“ würde die Umstellung und das Arbeiten mit der neuen Software, sagt IStGH-Registrar Osvaldo Zavala Giler. Eine bemerkenswerte Formulierung. Denn normalerweise rechtfertigt man Investitionen mit Effizienzgewinn und nicht mit Effizienzminderung. Aber im internationalen Moraltheater ist eben das Bekenntnis alles und das Ergebnis nichts. Pflichtschuldig fügte er aber noch hinzu: „Langfristig ist es notwendig und verantwortungsvoll.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











