In einer modernen und globalisierten Welt ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der weltweite Schiffsverkehr ungehindert stattfindet. Freie Seewege sind die Lebensadern der Weltwirtschaft. Durch den militärischen Konflikt im Iran sind die Seewege im Nahen Osten nicht mehr sicher. Weil der Iran die Straße von Hormus militärisch blockiert, können wichtige Güter und Ressourcen nicht mehr transportiert werden. Der amerikanische Präsident Donald Trump fordert deshalb von Deutschland und Europa militärische Unterstützung, damit der Schiffsverkehr wieder fließen kann.
Inhaltlich gehaltvoll ist die Sendung nicht. Wichtige Aspekte werden gar nicht erst besprochen. Was ein längerer Krieg beispielsweise für unseren Wohlstand bedeutet, ist nicht Teil der Diskussion. Die Redaktion sollte sich nach der vierten Iran-Sendung in Folge fragen, ob es für die Zuseher nicht langsam ein bisschen eintönig wird. In Deutschland finden schließlich aktuell wichtige Landtagswahlen statt, die für die Koalition in Berlin bedeutend sind.
Für einen kurzen Moment sah es so aus, als stünden Kanzler Merz und die Bundesregierung in Sachen Iran an der Seite von Donald Trump. Mittlerweile aber will der Kanzler mit dem Krieg und Donald Trump nichts mehr zu tun haben. Die SPD ist seit jeher skeptisch gegenüber Amerika. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der sozialdemokratische Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Adis Ahmetovic, sehr kritische Worte zum Krieg der Amerikaner gegen den Iran findet. „Es ist ein falscher Krieg“, kritisiert der Hannoveraner Bundestagsabgeordnete. Er ergänzt: „Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig.“
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