„Ich verspreche, dass ich nerve“ – Esken ist nur noch Parteichefin auf Abruf

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„Ich verspreche, dass ich nerve“ – Esken ist nur noch Parteichefin auf Abruf
Bildquelle: Apollo News

Am heutigen Freitag beginnen die Koalitionsgespräche zwischen Union und SPD – auch die Verhandlerteams sind schon bekannt. Bei den Sozialdemokraten wird auch Parteichefin Saskia Esken mit von der Partei sein – das überrascht. Denn eigentlich steht Esken, spätestens seit der Niederlage ihrer SPD, schon mit einem Fuß in der politischen Bedeutungslosigkeit. Gegen die möchte sie mit einer Charaktereigenschaft ankämpfen, die ohne Zweifel ihre Stärke ist: „Ich verspreche, dass ich nerve“, sagt Esken zu Beginn der Koalitionsverhandlungen. Und in die hat sie sich offenbar wirklich hineingenervt.

Aus der Union heraus, so heißt es, wurde Esken bisher als Gesprächspartnerin vollkommen ignoriert. Merz etwa, so berichtet Bild, suche bisher exklusiv den Kontakt zu Lars Klingbeil, dem neuen starken Mann in der SPD. Er vereinte in einem kleinen Coup seinen Partei- mit dem Fraktionsvorsitz im Bundestag und ist derjenige, der jetzt die reelle Macht bei der SPD hat. Esken hingegen? Sie ist an den Rand gedrängt. Und das nicht erst seit Sonntag.

Von politischen Gegnern wegen ihrer versteinerten Miene oft hämisch als „das freundliche Gesicht der Sozialdemokratie“ bezeichnet, ist Esken längst zur Belastung für die Sozialdemokratie geworden. Oft irritiert und verprellt die Politikerin Bürger wie auch Genossen mit ihren Auftritten. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat einmal über seine Chefin gesagt, ihm stünden die Nackenhaare zu Berge, wenn er höre, was sie manchmal von sich gebe. Die Liste an Esken-Pannen ist lang, in ihrer Partei ist sie längst eine Reizfigur – und an ihrem Stuhl wird auch schon aus prominenter Ecke gesägt.

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