Der angeklagte Syrer Issa Al-Hasan hat vor Gericht gestanden, in Solingen drei Menschen getötet zu haben. Der Prozess begann am Dienstag in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht. „Ich habe Unschuldige getötet, keine Ungläubigen“, ließ er in einer Erklärung seiner Verteidiger verlesen, wie der Tagesspiegel berichtet. Er rechne mit einer lebenslangen Haftstrafe und sei bereit, sie „entgegenzunehmen und zu akzeptieren“.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen dreifachen Mord und zehnfachen versuchten Mord vor. Issa Al-Hasan machte zum Tatmotiv keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem terroristischen Motiv aus. Die Terrorgruppe Islamischer Staat hatte sich zum Anschlag in Solingen bekannt und behauptet, dass der Syrer Mitglied der Terrororganisation sei (Apollo News berichtete). Bei dem Anschlag auf das Solinger Stadtfest wurden drei Menschen erstochen und zehn Menschen wurden verletzt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Syrer vor, die Besucher des Stadtfestes gezielt angegriffen zu haben, weil er sie als Repräsentanten des westlichen Systems ansehe, das er ablehne. Noch wenige Stunden vor der Tat am 23. August 2024 soll er dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben. Mitglieder der Terrororganisation hätten ihn auch bei der Auswahl der Waffe beraten.
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