In Berlin findet man an fast jeder U-Bahn-Station eine Dönerbude mit dem Zeichen „halal“ – man isst also Fleisch von Tieren, die gemäß islamischer Tradition geschächtet sind. Doch auch abseits davon gibt es einen großen Markt an Produkten in Deutschland, die halal sind – ob Lebensmittel, Kosmetikprodukte oder Hochzeiten. Denn im Islam umfasst der Begriff alles, was nach der Scharia, der islamischen Rechtslehre, als „erlaubt“ gilt.
Auf Instagram wirbt beispielsweise die Firma „Fotofrei.Hamburg“ mit speziellen Handyhüllen, die die Kameras am Handy blockieren, sodass während Hochzeiten oder Hennaabenden nicht unerlaubt Fotos gemacht werden können. Ansonsten sollen die Handys weiter normal fürs Nachrichtenschreiben und im Internet surfen benutzt werden können. Die Handyhüllen sollen für „dein Halal Event“ sein.
In den Instagram-Videos wird mit geschlechtergetrennten Hochzeiten für den Service geworben. Es werden Veranstaltungssäle gezeigt, in denen der Männer- und der Frauenbereich durch bodenlange, blickdichte Vorhänge oder Stellwände voneinander getrennt sind. „Damit auch wirklich kein Mann von draußen reingucken kann“, heißt es in einem Video. Es gibt dann auch entsprechend getrennte Eingänge für Männer und Frauen.
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