Am 13. Januar um 6:30 Uhr wurde das Haus des Waffenexperten und Journalisten Lars Winkelsdorf durchsucht. Der Vorwurf: Er besitze illegale Waffen. Acht Beamte des Landeskriminalamtes und sogar Kampfmittelräumer, die sonst nach Sprengstoff suchen, waren im Einsatz. Doch dem Durchsuchungsbeschluss zufolge suchten sie nach einem Waffenmodell, das laut Winkelsdorf überhaupt nicht existiert. Auf Anfrage von Apollo News hat sich die Hamburger Staatsanwaltschaft bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht geäußert.
Gegenüber Apollo News erklärt Winkelsdorf, er sei sich sicher, dass er als Journalist eingeschüchtert werden solle. Denn der Strafantrag wurde von der Hamburger Waffenbehörde ausgestellt – über deren Versagen berichtete er im Vorfeld des Amoklaufs in einer Gemeinde der Zeugen Jehovas im Jahr 2023 mehrfach.
Bei dem Amoklauf erschoss Philipp F. am 9. März 2023 sieben Zeugen Jehovas, darunter ein ungeborenes Kind. Die Mutter überlebte schwer verletzt. Mehrere weitere Personen wurden ebenfalls verletzt. Wie Winkelsdorf für t-online und den Stern 2023 berichtete, war die Hamburger Waffenbehörde vor dem Amoklauf in einem anonymen Schreiben vom Bruder Philipps über dessen mutmaßliche psychische Erkrankung, die religiösen Wahnvorstellungen und den Waffenbesitz informiert worden.
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