Das Heinrich-Sengelmann-Haus im Hamburger Stadtteil St. Georg ist erst im Jahr 2006 fertiggestellt worden. Es „wird modernen Anforderungen an die Wohn- und Lebensqualität älterer pflegebedürftiger Menschen gerecht“, warb die Diakonie Hamburg auf ihrer Webseite. Nun ist das Alten- und Pflegeheim wegen Personalmangel geschlossen – doch der Nachmieter, die Stadt Hamburg, hat direkt zugeschlagen und bringt dort nun pflegebedürftige Migranten unter.
Das Gebäude in der Stiftstraße 50 verfügt über 87 Einzelzimmer und 4 Doppelzimmerappartements – darüber hinaus gibt es, so schrieb es damals die Diakonie, einen „attraktiven Innenhof, zahlreiche Sitznischen und Aufenthaltsräume sowie einen Wintergarten und zwei Dachterrassen“, die zum Entspannen oder zu gemeinschaftlichen Aktivitäten einladen. Doch wegen Personalmangel konnte der Betreiber den Standort nicht halten. Im Sommer 2024 wurde verkündet: Anfang 2025 schließt das Haus seine Pforten. Damals berichtete der NDR, dass in Hamburg laut Diakonie 1.300 Plätze in Pflegeheimen fehlen würden. Doch wegen des ebenfalls fehlenden Personals sei auf Dauer kein wirtschaftlicher Betrieb möglich, bedauerte Jörg Röskam, Chef der Diakoniestiftung Alt-Hamburg.
Anfang 2024 hat nun die Stadt Hamburg einen Mietvertrag für das Gebäude mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterschrieben. Im Heinrich-Sengelmann-Haus sollen künftig pflegebedürftige Migranten sowie ihre Angehörigen unterkommen. Diese waren zuvor provisorisch in der Oskar-Schlemmer-Straße im Stadtteil Mümmelmannsberg untergebracht.
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