Ein „Freudenhaus der sexuellen Lebenslust“ zu gestalten, das ist eine Aufgabe für Architekten und für Inneneinrichter und vielleicht noch für Zuhälter. Könnte man denken.
Falsch gedacht.
Denn vor genau dieser Aufgabe stehen jetzt die Schüler der 8. Klasse im Kardinal-von-Galen-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Kevelaer. Die 13- bis 14-jährigen Kinder sollen im Sexualkunde-Unterricht einen „Puff für alle“ planen.
Konkret soll ein existierendes Bordell modernisiert werden. Dabei dürfen die Kinder den bestehenden Grundriss aus Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss nicht verändern.
Auf drei Seiten werden die Schüler mit vielen unglaublichen Fragen zu dem Projekt getriezt:
• „Welches inhaltliche Angebot muss der neue Puff für alle bereithalten?“ Tja… Sex womöglich?
• „Für welche Personengruppen braucht es welche Voraussetzungen, damit sie in den Puff gelangen können?“ Hier geht es wohl darum, das Bordell barrierefrei zu planen.
• „Wie muss der Puff von außen gestaltet sein, damit er von allen möglichen Menschen aufgesucht werden kann und aufgesucht werden möchte?“ Ein Konzept für die Außenwerbung gehört also auch zur Aufgabe.
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