Dieser Prozess dürfte die Asyldebatte weiter anheizen: Der drogensüchtige Algerier Abdellah C. (22) bricht am helllichten Tag in eine Zahnarzt-Villa in Freiburg ein, ermordet den arglosen Berthold K. (77) mit einem extrascharfen, japanischen Küchenmesser. 17 Stiche – in Hals, Herz, Lunge und die Hauptschlagader. Nachdem er ein Blutbad angerichtet hat, raubt Abdellah C. so viele Wertgegenstände, wie er tragen kann, wickelt die Leiche in einen Teppich und haut ab. Kurz darauf wird er gefasst, jetzt steht er vor Gericht.
Die Richter am Landgericht Freiburg gaben Abdellah C. am Dienstag zunächst Gelegenheit, seinen Lebensweg und seinen Weg nach Deutschland zu schildern. Mithilfe eines Dolmetschers und recht zusammenhanglos und wirr, erzählte der 22-Jährige Berichten zufolge von seiner ärmlichen und nicht behüteten Jugend in Algerien, frühem Drogenkonsum, einer enttäuschten Liebe und Gelegenheitsjobs.
Abdellah C. am Dienstag im Landgericht Nürnberg
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