„Gordon, Gordon!“ Es war der Sprechchor, der den CDU-Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz durch den Wahlkampf begleitete, und der auch am Wahlabend nach den ersten Hochrechnungen erklang. Gordon Schnieder (50) wird der nächste Ministerpräsident in Mainz und reiht sich damit in eine klangvolle Ahnengalerie von CDU-Granden ein: Von 1947 bis 1969 regierte Peter Altmeier das Bundesland, es folgten Helmut Kohl und Bernhard Vogel, die ebenfalls CDU-Geschichte schrieben.
Wer ist der Mann, der jetzt 37 Jahre SPD-Herrschaft an Rhein und Mosel beendet, und wie hat er das gemacht?
Das „G“ von Gordon spielt dabei eine zentrale Rolle. Schnieder, Bruder des Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder (CDU) entschied sehr früh, dass er mit seinem Vornamen in den Wahlkampf ziehen wollte. Gordon klingt einfacher, ist klangvoller und birgt keine Verwechslungsgefahr mit dem Amtsinhaber Alexander Schweitzer von der SPD. Schweizer, Schnieder, Zungenbrecher mit verdrehtem ei und ie. Selbst auf die Poster und Aufkleber mit den Namen „Altmeier, Kohl, Vogel“ ließ Schnieder seinen Vornamen setzen. Der zentrale Slogan der Kampagne: „Weil’s jetzt Gilt!“ Gilt mit G wie Gordon. Es klingt banal, zeigt aber Zielstrebigkeit und wache Sinne fürs Detail.
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