Gewalt durch Migranten: Linke Kritik an Bundeskanzler-Äußerung reißt nicht ab

vor 3 Monaten

Gewalt durch Migranten: Linke Kritik an Bundeskanzler-Äußerung reißt nicht ab
Bildquelle: NiUS

Die Kritik an Friedrich Merz (CDU) aufgrund seiner Äußerungen in der Regierungsbefragung am Mittwoch will nicht abreißen. Der Bundeskanzler hatte beklagt, dass ein „beachtlicher Teil“ der Gewalt in Deutschland „aus den Gruppen der Zuwanderer“ komme. Droht ihm ein neue „Stadtbild“-Debatte?

„Ich finde, das war keine adäquate Antwort des Kanzlers“, kritisierte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch am Freitag im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gewalt gegen Frauen müsse man breit betrachten, statt es auf eine Bevölkerungsgruppe wie Migranten zu verkürzen. „Friedrich Merz verkennt da ein tieferes Problem: Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft oder Religion, sie ist ein Problem der Gesellschaft und muss auch so klar adressiert werden. Es geht um den Schutz der Opfer, egal wer der Täter ist“, sagte Miersch.

Zuvor hatten sich auch zahlreiche Politiker der Linkspartei und von den Grünen zu Wort gemeldet. Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner beklagte sich: „Friedrich Merz bringt es tatsächlich fertig den Fall Fernandes für Hetze gegen Migranten zu missbrauchen, anstatt endlich anzuerkennen, dass die Gewalt im engsten Umfeld stattfindet. Wahnsinn.“ Ihre Parteigenossin Cansin Köktürk posierte auf Instagram mit einer Mittelfinger-Geste und leitete ihre Kritik an den Äußerungen des Kanzlers mit den Worten „Ey Merz“ ein.

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