Das Parlament des Schweizer Kantons Genf hat das Tragen von Burkinis in öffentlichen Schwimmbädern faktisch untersagt. Grundlage ist ein neuer Badebekleidungsstandard, der entsprechende Ganzkörperanzüge ausschließt. Darüber berichtete die Tribune de Genève.
Mit 53 Stimmen nahm das Parlament am Donnerstag einen Antrag der Schweizerischen Volkspartei (SVP) an. Die Entscheidung wurde von einer bürgerlich-rechten Mehrheit getragen, während 38 Abgeordnete aus dem linken Lager dagegen stimmten. Sechs Parlamentarier enthielten sich.
Formal richtet sich das Gesetz nicht ausdrücklich gegen den Burkini. Es legt jedoch fest, dass Badebekleidung nur bis zu den Knien reichen darf und die Arme frei bleiben müssen. Damit werden Ganzkörperanzüge wie Burkinis de facto ausgeschlossen.
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