Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will trotz des Entzugs seines Doktortitels im Amt bleiben. „Die Arbeit hier in Thüringen, die wartet nicht und die geht morgen wieder mit voller Kraft weiter“, sagte er bei einem Pressestatement vor Journalisten am Mittwochnachmittag. Zuvor hatte er selbst die Entscheidung der TU Chemnitz bekannt gemacht, ihm wegen mehrerer Plagiate in seiner Dissertation den Doktortitel abzuerkennen. Voigt weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, gegen die Entscheidung der Universität vorzugehen.
Der CDU-Politiker sagte: „Unabhängig davon gilt, dass jetzt dieses Verfahren seinen normalen Gang nimmt und ich mich weiterhin mit voller Kraft auf die Arbeit hier in Thüringen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger konzentriere und damit auch Thüringen weiter voranbringe.“
Voigt hält die Vorwürfe für falsch und wirft der Universität vor, im Nachhinein Richtlinien im Umgang mit Plagiatsvorwürfen geändert zu haben: „Das externe Gutachten hat im Februar 2025 von einem anerkannten Experten ein eindeutiges Ergebnis produziert. Die Dissertation stellt eine eigenständige wissenschaftliche Leistung dar“, sagt er. „Warum die Universität diesem Gutachten, das sie selbst beauftragt hat, nicht gefolgt ist, erschließt sich mir nicht.“
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