Die „kleine Kneipe in unserer Straße“ gibt es schon lange nicht mehr, jedenfalls nicht so, wie sie einst der große Peter Alexander besungen hat (die Älteren werden sich erinnern): „Die kleine Kneipe in unserer Straße, da wo das Leben noch lebenswert ist. Dort in der Kneipe in unserer Straße, da fragt dich keiner, was du hast oder bist…“
Es gibt immer weniger Kneipen – kleine wie große. Es gibt überhaupt immer weniger Gaststätten und Restaurants.
„Wir beobachten Gastronomiesterben, wie wir es noch nie hatten“, sagt Anja Karliczek, tourismuspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag der Rheinischen Post. „Restaurants, Cafés sind wesentliche Eckpfeiler des sozialen und gesellschaftlichen Lebens gerade auf dem Land.“
Leer gefegt: Experten fürchten, dass künftig weniger Menschen sich das Essen im Restaurant leisten können
Ich weiß nicht, wann Sie das letzte Mal in einem solchen Eckpfeiler gewesen sind, liebe Leser. Ich kann nur sagen: Selbst in einer Stadt wie Berlin werden die Kneipen immer rarer, jedenfalls die, in denen man es sicher früher so gerne gemütlich machte. Früher – damit meine ich nicht Peter Alexanders selige Zeiten. Ich meine damit ungefähr fünf Jahre, also vor Corona. In den Jahren 2020 und 2021 gab es laut Branchenverband DEHOGA einen „historischen Verlust“ von 36.000 steuerpflichtigen Unternehmen im Gastgewerbe, bundesweit gebe es nur noch rund 186.600 Betriebe.
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