An Bord des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ haben sich mehrere Personen mit dem Hantavirus infiziert. Drei Personen, die sich an Bord des Schiffs befanden, sind bereits verstorben, sieben weitere werden in Krankenhäusern behandelt. Die Situation wird zunehmend unübersichtlich, denn zahlreiche Passagiere hatten das Schiff nach dem Ausbruch des Virus verlassen. Die Suche nach Kontaktpersonen weitet sich deshalb aus. Unter den Todesopfern war auch eine 78-jährige Deutsche aus Passau.
Ursprünglich soll sich ein niederländisches Paar bereits vor Reisebeginn in Argentinien infiziert haben. Aufgrund der langen Inkubationszeit des Virus, die bis zu sechs Wochen betragen kann, wussten die beiden offenbar nichts von der Infektion. Der Ehemann starb bereits Mitte April – nur wenige Tage nach dem Auftreten erster Symptome – noch an Bord des Schiffs. Seine Frau ging kurz darauf auf der Insel St. Helena von Bord. Anschließend wurden sie und die Leiche ihres Mannes nach Südafrika transportiert, wo sie noch am Flughafen zusammenbrach und am Tag darauf verstarb.
Mehrere Personen, die sich an Bord des Schiffs befanden, werden nun in Krankenhäusern behandelt. So wurden am Mittwoch drei Personen von Bord geholt, darunter eine 65-jährige Deutsche, die ins Universitätsklinikum Düsseldorf gebracht wurde. Laut Klinik handelt es sich bei der Deutschen um „eine Kontaktperson ohne Symptome“. Die beiden anderen Passagiere werden in den Niederlanden behandelt.
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