Gefährliches Gesetz: Mit Cannabis ist nicht zu spaßen

vor 9 Monaten

Gefährliches Gesetz: Mit Cannabis ist nicht zu spaßen
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Ampel hat immerhin eins geschafft, was sie in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt hatte: Cannabis zu legalisieren. Oder zumindest zum Teil zu legalisieren. Und dieser „Erfolg“ scheint den Sozialdemokraten wichtig zu sein. Als Teil der letzten und der aktuellen Regierung verteidigen sie die beiden Gesetze, die das Kiffen seit eineinhalb Jahren erlauben. Das Prestige-Projekt der Ampel ist verkopft, realitätsfern und problematisch. Cannabis kann dazu beitragen, dass Menschen Stimmen hören, die nicht real sind oder wahnhafte Ideen entwickeln, zum Beispiel verfolgt zu werden. Das sollte weder den Kiffern selbst egal sein noch den Politikern. Solche Symptome sind kein Spaß.

Wie gravierend sich das Kiffen auf Körper und Psyche auswirkt, wird weiterhin untersucht. So kann regelmäßiger Cannabiskonsum mit Herz- oder Fruchtbarkeitsproblemen sowie Diabetes-Typ-2 einhergehen. TE hat darüber berichtet. Und trotzdem wollte die Ampel eine Sache aus ihrem Koalitionsvertrag schaffen, ein Thema durchsetzen, cool wirken statt alt und bürokratisch-verstaubt. So kündigte Christian Lindner (FDP) damals im YouTube-Interviewformat „Kreuzverhör“ an, dass ab 2023 „Bubatz“ legal. Coole Wortwahl …

Die Union war gegen die Legalisierung. Die damalige Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) sagte in einer Pressekonferenz: „Cannabis ist kein Brokkoli.“ Die Kiffer-Gemeinschaft wandelte das schnell zu einem Meme um, das im Netz für einige Lacher sorgte. Verständlich. Aber wo Ludwig recht hat, hat sie recht. Mit Marihuana ist nicht zu spaßen. Die Folgen können heftig sein. Cannabis ist halt kein Brokkoli.

THC kann in Nervenzellen die normale Signalübertragung stören, zum Beispiel von Dopamin. Das kann sich dann auf Stimmung, Wahrnehmung und Kognition auswirken. Und bei einigen Kiffern wirkt es sich so stark aus, dass Halluzinationen oder wahnähnliche Gedanken auftreten. Sie nennen das dann „bad trip“. Andere werden süchtig nach den Entspannungs- und Glücksgefühlen, die die Droge in ihnen auslöst. Wie Cannabis wirkt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Etwa von der Dosis, der Art des Konsums und der generellen Verfassung des Konsumenten.

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