Gastronom wegen Fälschung von Impfpässen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

vor 2 Monaten

Gastronom wegen Fälschung von Impfpässen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt
Bildquelle: Apollo News

Am Freitag verurteilte das Landgericht Kassel einen Gastronom und einen Mittäter wegen der Fälschung von Corona-Impfzertifikaten zu einer Haftstrafe von jeweils dreieinhalb Jahren. Den Männern wird vorgeworfen, im Zeitraum von August bis Dezember 2021 insgesamt Hunderte Impfausweise für die Corona-Impfung angefertigt zu haben.

Die Angeklagten sollen 6.000 Zertifikate für jeweils 50 Euro verkauft haben. Das Gericht geht davon aus, dass etwa 3.200 der Zertifikate tatsächlich von den Käufern ausgefüllt wurden und die Urkundenfälschung damit abgeschlossen war. „Sie haben eine erhebliche kriminelle Energie entfaltet“, wird die Vorsitzende der Strafkammer, Christine Dölle, von der Zeitung taz zitiert.

Konkret wurden die Männer lediglich wegen Beihilfe zur Urkundenfälschung verurteilt, da die Dokumente erst als Urkunden angesehen werden, wenn sie mit einem Namen versehen sind. Außerdem wirft man den Angeklagten Steuerhinterziehung vor. Der Gastronom und sein Kollege hätten Gewerbe- und Einkommensteuer zahlen müssen.

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