Fünf Staaten sind sich sicher: Nawalny wurde mit Pfeilgiftfroschgift getötet

vor 5 Monaten

Fünf Staaten sind sich sicher: Nawalny wurde mit Pfeilgiftfroschgift getötet
Bildquelle: Apollo News

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der am 16. Februar 2024 im Strafgefangenenlager starb, wurde mit Epibatidin vergiftet. Dies ergab eine Analyse der sterblichen Überreste Nawalnys. „Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und den Niederlanden.

Epibatidin ist ein Toxin, das in den in Südamerika beheimateten Pfeilgiftfröschen zu finden ist. In Russland kommt es in der Natur nicht vor. Gleichzeitig hatte Russland „die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen“, heißt es in der Erklärung. Außenminister Wadephul wies in einem Statement darauf hin, dass die Wirkung des Gifts, mit dem Nawalny getötet wurde, „200 Mal so stark ist wie Morphium“. Seine britische Amtskollegin Yvette Cooper sagte: „Wir zeigen unsere Entschlossenheit, den Kreml und die russische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.“

Die Vergiftung mit dem Gift des Pfeilgiftfrosches war nicht der erste Giftanschlag auf Nawalny. Am 20. August 2020 wurde Nawalny mit Nowitschok vergiftet. Zunächst wurde er in einer Klinik in Omsk behandelt, dann aber auf Wunsch seiner Familie in die Berliner Charité verlegt. Diese konnte er im darauffolgenden September wieder verlassen, blieb jedoch noch weiter in Deutschland, um sich zu erholen.

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