Der frühere SPD-Politiker Fritz Felgentreu ist Lehrer für Latein und Altgriechisch am evangelischen Gymnasium Zum Grauen Kloster in Berlin. Von 2013 bis 2021 war er Abgeordneter im Bundestag. Nach seinem Abschied ist er wieder in seinen Lehrer-Beruf zurückgekehrt. Was sich inzwischen im Schulbetrieb geändert hat, hat er in einem Interview mit der Welt geschildert.
NIUS dokumentiert interessante Auszüge:
„Im Vergleich zu meiner Lehrzeit hier vor den Jahren im Bundestag sind Leistungsniveau und Konzentrationsfähigkeit gesunken, die Rechtschreibprobleme haben zugenommen. Daran sieht man, dass die Kinder heute weniger lesen als früher. Das heißt aber nicht, dass die Schüler insgesamt dümmer werden. Ich glaube, da ändert sich gar nichts. Das ist eine anthropologische Konstante. Der Leistungsabfall kommt ganz eindeutig vom kontinuierlichen Missbrauch mobiler Endgeräte mit ihrem Suchtfaktor, dem Setzen auf schnelle Themenwechsel und ständigem Weiterwischen. Das schwächt die Konzentrationsfähigkeit. Ich glaube, wir müssen einen komplett anderen Umgang mit diesen Geräten entwickeln im Kinder- und Jugendalter. Das beschädigt die Gehirne unserer Kinder wirklich nachhaltig. Ich habe auch viel Sympathie für die Forderung nach Altersgrenzen für Smartphones und Social Media. Für viele Eltern wäre das eine echte Unterstützung, denn der Gruppendruck ist sehr groß.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











