„Stimmungen sind noch keine Stimmen“, sagt CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder, der schon gut eine Stunde vor der eigentlichen Abschlusskundgebung durch die Gänge der Salierhalle in Bad Dürkheim zieht, Mitstreitern auf die Schulter klopft, Hände schüttelt und von seinem guten Verhältnis zum Kanzler etwas in die Kameras sagt. Das ZDF ist etwas spät gekommen. Schnieder macht den Auftritt noch einmal. Das Lächeln sitzt. Nur nicht nachlassen im Ausstrahlen von Zuversicht.
Das große „G“ für Gordon ist überall in der Kampagne präsent (Slogan: „Weil’s jetzt gilt!“), und auch auf den Aufklebern mit den großen CDU-Ministerpräsidenten „Altmeier, Kohl, Vogel“ folgt nicht etwa „Schnieder“, sondern „Gordon“. „Weil Gordon es so wollte“, sagt einer aus der Jungen Union (JU). Vielleicht klingt Gordon einfach gefälliger, weltläufiger, oder er wollte einfach nicht mit seinem Bruder Patrick verwechselt werden, der in Berlin Bundesverkehrsminister ist. Und wenn Euphorie befohlen ist, dann hält der ganze Saal „Gordon“-Schilder hoch und skandiert „Gordon, Gordon!“ „Einfach großartig“, sagt Gordon Schnieder in seiner Rede.
Nach 50 Jahren wieder in Bad Dürkheim angekommen: Bundeskanzler Merz in der Pfalz.
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