Die Zahl der Mitglieder der Linksjugend Solid, der Jugendorganisation der Partei Die Linke, hat sich seit 2024 fast verdoppelt. Aktuell hat sie 14.300 Mitglieder. Recherchen des Bayerischen Rundfunks zeigen nun, dass in der Organisation Stalin und die DDR verherrlicht werden. Außerdem wird die islamistische Terrororganisation Hamas verharmlost. Das zeigen interne Chats, öffentliche Auftritte und Beiträge in den sozialen Medien. Vor allem der Bundesarbeitskreis „Agitationspropaganda“ (BAK Agitpropaganda) steht im Fokus der Kritik und hat sich zum 1. Juni offiziell aufgelöst.
Sprecher des Zentralkomitees des BAK lobten gegenüber dem BR Josef Stalin. Laut den Sprechern habe Stalin die „Modernisierung vorangebracht“ und „Kapitalisten bestraft“. Nach den Gulags befragt, antworteten die Sprecher, dass man sich auf die positiven Aspekte des „Realsozialismus“ beziehen wolle. Es habe Fehler gegeben, doch es habe sich um ein Übergangsstadium des Sozialismus gehandelt. Zu den Mauertoten der DDR heißt es laut den Sprechern lediglich: „Die Revolution fordert Opfer.“
Über Mao heißt es, dass man von ihm lernen könne, was die Organisation der Klassen angehe. Vor der Auflösung des Bundesarbeitskreises hieß es auf der Webseite der Linksjugend, dass der BAK Jugendliche „radikalisieren“ solle. Der Landessprecher der Linksjugend Hamburg war im Arbeitskreis aktiv. In einem internen Forum schrieb er „Lang lebe Stalin!“ sowie „Lang lebe Honecker.“ Auf dem Bundeskongress der Linksjugend wurde das Staatswappen der DDR an die Wand gehängt.
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