Deutschland hat während der Corona-Pandemie deutlich mehr Schutzmasken verbrannt als tatsächlich verwendet – das räumte nun das Bundesgesundheitsministerium in einem Schreiben ein, das auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Kay-Uwe Ziegler zurückgeht.
Demnach wurden drei Milliarden Masken der „Verwertung“ zugeführt – ein bürokratischer Ausdruck für die Entsorgung in Müllkraftwerken. Im Vergleich dazu lag die Zahl der tatsächlich verteilten Masken bei lediglich 2,12 Milliarden Stück, berichtet aktuell die NZZ. Damit bestätigt die Regierung offiziell, dass fast eine Milliarde Masken mehr vernichtet als genutzt wurden.
Die Dimensionen sind gewaltig – auch finanziell. Allein die bislang dokumentierten Entsorgungskosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Euro. Doch Experten gehen davon aus, dass diese Summe nur der Anfang ist. Der Bundesrechnungshof rechnet mit weiteren dreistelligen Millionenbeträgen, da große Mengen an Masken noch immer eingelagert sind und in den kommenden Jahren sukzessive entsorgt werden müssen. Nach Schätzungen der Prüfer dürfte die letzte ungenutzte Maske erst im Jahr 2029 verbrannt werden.
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