Der iranische geistliche Führer Ayatollah Khamenei möchte laut einem Geheimdienstbericht nach Moskau fliehen, sollten die Proteste gegen das Mullah-Regime nicht niedergeschlagen werden können, oder falls die iranischen Revolutionsgarden desertieren. Das berichtet die britische Tageszeitung The Times, der der Bericht vorliegt. Die Revolutionsgarden, sowie die Polizei, staatstreue Milizen und die Armee versuchen derzeit, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Berichten der Opposition zufolge sollen die Unruhen bereits 17 Todesopfer gefordert haben.
Der Bericht, der von einem westlichen Geheimdienst erstellt worden sein soll, beschreibt den Ayatollah als geschwächt, die Niederlagen aus den kriegerischen Auseinandersetzung mit Israel im Juni soll der höchste Führer des Iran noch immer nicht verkraftet haben. Damals wurden bei israelischen Militäroperationen die wichtigsten Generäle der iranischen Revolutionsgarden getötet, zusätzlich attackierte das US-Militär die Atomanlagen des Landes. Im Bericht wird der Ayatollah auch deshalb als körperlich und geistig geschwächt beschrieben.
Sollte es den Revolutionsgarden nicht gelingen, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen und nachhaltig zu beenden, plane das Staatsoberhaupt die Flucht nach Moskau heißt es weiter. Sein engster Kreis und rund 20 weitere Personen sollen ihn dabei begleiten. Auch ein Seitenwechsel der Revolutionsgarden wird von der Staatsführung nicht mehr ausgeschlossen, heißt es im Bericht. Dass die Flucht nach Russland gehen solle, liege daran, dass die iranische Führungsriege weitestgehend isoliert sei und wenige Länder bereit wären, den Ayatollah samt Anhang aufzunehmen.
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