Nachdem die EU einen ehemaligen Schweizer Offizier wegen mutmasslicher prorussischer Propaganda sanktioniert hat, wird nun auch über mögliche Konsequenzen für den Publizisten und Politiker Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche, spekuliert. Ausgangspunkt der Debatte ist eine Einschätzung des deutschen Juristen Viktor Winkler, Professor für Wirtschaftsrecht und Experte für internationales Sanktionsrecht.
In einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen erklärte Winkler, er halte es für nicht unwahrscheinlich, dass Köppel ins Visier der EU geraten könnte. Innerhalb von Fachkreisen werde eine solche Möglichkeit bereits seit Längerem erörtert.
Winkler riet Köppel in diesem Zusammenhang zu einem präventiven Vorgehen. „Herr Köppel wäre gut beraten, sich sofort proaktiv an die EU zu wenden und in einem präventiven Verfahren abklären zu lassen, inwiefern die Voraussetzungen für eine Sanktionierung gegeben sind“, sagte er den Zeitungen. Zudem verwiesen Rechtsexperten darauf, dass die EU ihre Sanktionspolitik zuletzt ausgeweitet habe.
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