Ex-Ministerin behauptet: Ostdeutsche wählen Grüne nicht, weil diese zu „evidence based“ sind

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Ex-Ministerin behauptet: Ostdeutsche wählen Grüne nicht, weil diese zu „evidence based“ sind
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„Woran liegt diese Diskrepanz, dass auf der einen Seite geglaubt wird, eigentlich geht es uns ganz gut und dann dieses Wahlverhalten“, fragt Ursula Nonnemacher auf dem Landesparteitag der Grünen in Brandenburg. Sie bezieht sich damit auf den Brandenburg Monitor, der bei der letzten Kabinettssitzung vorgestellt wurde – er gab an, dass 85 Prozent der Menschen in Brandenburg zufrieden seien. Dann folgt die Erklärung, warum die Bürger trotzdem nicht die Grünen wählen würden.

„Ich glaube, es herrscht Angst im Land. Es herrscht eine ganz große Verlustangst“, so Nonnemacher im Hinblick auf über 40 Prozent für AfD und BSW bei der letzten Landtagswahl – wo die Grünen nur 4,1 Prozent erreichten und mit einem Verlust von 6,7 Prozentpunkten aus dem Landtag flogen. Diese Angst, das sagt Nonnemacher implizit, sei zwar nicht begründet, aber man müsse sie trotzdem ernst nehmen.

„Wir Bündnisgrüne sind manchmal ein bisschen zu stark evidence based“, so die ehemalige Landtagsabgeordnete. „Wir glauben an die Wissenschaft, wir glauben an Studien, wir glauben an die Agenda, hier ist das Problem und wir haben da und da, die und die Lösung“. Es reiche aber nicht nur für Probleme Lösungen anzubieten und diese abzuarbeiten, „sondern man muss auch die Stimmungen und die Psychologie dahinter bedenken“.

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