Die Neuzulassungen auf den europäischen Automärkten nach der Sommerpause 2025 spenden den deutschen Autoherstellern Trost, helfen ihnen aber nicht aus der Krise. Gewinneinbrüche, Absatzrückgänge und Entlassungswellen prägen das Branchenbild auch im dritten Quartal 2025. Der VW Konzern meldet Milliardenverluste, Mercedes verdient kaum noch die Jahresgehälter seiner Vorstände.
Tristesse überall, nur nicht bei BMW, dessen CEO Oliver Zipse ob seiner weitsichtigen Antriebspolitik der Risikostreuung zum Manager des Jahres gekürt wird.
Doch es gibt Lichtblicke. Trotz der offenkundigen Probleme der deutschen Wirtschaft kann die Statistik des europäischen Branchenverbandes ACEA im dritten Quartal einige positive Informationen über und für die deutsche Autoindustrie vermelden:
In Europa konnte sie ihre Wettbewerbsposition verbessern, Autos mit elektrischem Antrieb – Batterie-Elektroautos (BEV), Voll-Hybride (HEV) oder Stecker-Hybride (PHEV und Range Extender) – sind weiter auf dem Vormarsch, vor allem Hybride stehen hoch in der Gunst der Autokäufer.
Im Gegensatz zu den Absatzverlusten in China und den Vereinigten Statten konnten die deutschen Hersteller auf dem EU-Heimatmarkt 2025 ihre Wettbewerbsposition ausbauen. Obwohl der europäische Automarkt bis September weitgehend stagnierte (+ 1,5 Prozent), konnten vor allem deutsche Autokonzerne profitieren und Marktanteile hinzugewinnen. Ihre Neuzulassungen stiegen in den ersten neun Monaten um 4,4 Prozent und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt, ihr gemeinsamer Marktanteil erhöhte sich auf über 42 Prozent.
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