Die EU-Kommission drängt die Mitgliedstaaten dazu, ihre Bürger auf spürbare Einsparungen im Alltag einzustimmen. Grund ist der Krieg im Nahost und die daraus resultierende Störung der globalen Energiemärkte. Wer kann, soll von zu Hause arbeiten. Auf Autobahnen sollen die Geschwindigkeiten sinken. Öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing und ein sparsamerer Umgang mit dem Auto sollen gefördert werden. Auch der Flugverkehr gerät in den Fokus.
Nach einer außerordentlichen Videoschalte der 27 EU-Energieminister warnte Energiekommissar Dan Jørgensen, selbst ein schneller Frieden würde die Lage nicht rasch normalisieren. Die Nachrichtenagentur AP zitiert ihn mit den Worten, selbst wenn morgen Frieden herrsche, werde Europa „auf absehbare Zeit“ nicht zur Normalität zurückkehren. Deswegen schlug der Kommissar unter anderem die Einschränkung des privaten Autoverkehrs vor.
Die konkreten Vorschläge orientieren sich an Empfehlungen der Internationale Energieagentur. Nach einem Bericht von Politico sollen die Mitgliedstaaten freiwillige Maßnahmen zur Senkung der Nachfrage prüfen, besonders im Verkehr. Laut Politico sagte Jørgensen: „Je mehr man tun kann, um Öl zu sparen, vor allem Diesel, vor allem Flugzeugtreibstoff, desto besser geht es uns.“
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