Auch in Niedersachsen soll es zur Vergewaltigung einer Jugendlichen in einem Jugendzentrum gekommen sein. Wie Bild berichtet, soll der Leiter des Jugendzentrums geschwiegen und keine Meldung an die Polizei oder die Eltern des Mädchens gemacht haben – ähnlich wie in dem Fall im Jugendzentrum in Berlin-Neukölln. Der Vorfall in Niedersachsen soll sich in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Zeven ereignet haben. Zwei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 16 sowie ein 18-Jähriger – ein Syrer, ein Niederländer und ein Iraner – sollen das 14-jährige Mädchen vergewaltigt haben.
Ein Video der Tat wurde herumgeschickt. Die Mutter des Mädchens sah das Video zufällig auf dem Handy der Tochter, die zuerst sagte, sie wisse nicht, wer das im Video sei. Später vertraute sie sich ihrer Mutter an: „Dann haben die das alle bei mir gemacht und auch extra die Tür abgeschlossen und Musik angemacht, damit man nichts hört.“ Der Betreuer des Jugendzentrums, der auch als Diakon in der Gemeinde arbeitet, informierte weder die Mutter noch die Polizei. Gegenüber der Mutter berief er sich auf die Schweigepflicht. Doch die gilt nicht bei Straftaten.
Der Bürgermeister soll darüber informiert gewesen sein, dass solche Taten öfter im Jugendzentrum stattfinden. Nachdem er nichts unternommen hatte, wandte die Mutter sich an Bild. „Wir kämpfen gegen Windmühlen. Die Gemeinde, die Kirche, alle schweigen es tot, als sei nichts passiert. Jeder macht so weiter, als wenn nichts passiert ist. Nur wir als Familie werden es niemals vergessen können. Es wird uns immer begleiten“, sagt sie gegenüber der Zeitung. Ihre Tochter habe ihr erzählt, dass zwei Mädchen zu ihr gesagt hätten, dass solche Taten öfter im Jugendzentrum geschehen. Im betroffenen Zimmer des Jugendzentrums wurden die Türen ausgehängt.
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