Erbschaften „gefährden die Demokratie“: Soziologe Andreas Kemper vergleicht NSDAP und AfD

vor 3 Monaten

Erbschaften „gefährden die Demokratie“: Soziologe Andreas Kemper vergleicht NSDAP und AfD
Bildquelle: Apollo News

Der Soziologe Andreas Kemper hat ein neues Argument für die Besteuerung von Erbschaften gefunden. Dabei stellte er einen Zusammenhang zur AfD und zur NSDAP her. Beide Parteien seien von Erben finanziert worden. Erbschaften würden so auch politisch zu „Machtungleichgewichten“ führen und die Demokratie gefährden.

In einem Thread auf X moniert er, dass niemand etwas für sein Erbe leiste. In Deutschland würden jährlich 400 Milliarden Euro vererbt werden, sodass „jede*r 400.000 Euro Erbe bekommen“ solle. „Alles andere würde dem Leistungsprinzip widersprechen“, hält er fest. Tote hätten keinen Anspruch auf Vermögen.

Kemper spricht sich dafür aus, dass das, was vom Reichtum einer Person nach deren Tode übrig bleibt, anstatt an vom Erblasser benannte Personen an die Allgemeinheit verteilt werden solle. „Niemand der Lebenden hat etwas für das übrig gebliebene Vermögen geleistet, also haben alle gleich viel Anspruch darauf“, schreibt er. Allerdings unterläuft ihm dabei ein Denkfehler: Wenn schon diejenigen, die dem Verstorbenen nahestanden, keinen Anspruch auf sein Erbe haben, dann können es Fremde auch nicht, die in keinerlei Beziehung zu dem Toten standen.

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