Jedes Mal, wenn ich mir vornehme, gelassener und optimistischer auf unser Land zu blicken, schlägt die Realität ein und erinnert mich daran, dass ich ja nicht Cheerleader, sondern Journalist von Beruf bin und es nicht meine Aufgabe ist, für gute Stimmung zu sorgen.
Die aktuelle Folge „Achtung, Reichelt!“ sehen Sie hier:
Viele öffentlich-rechtliche Kollegen und sonstige sogenannte Hauptstadtjournalisten haben in den Freundschaftsbüchern ihrer Kindheit als Traumberuf ganz offenkundig „Geiger auf der Titanic“ angegeben, aber nicht ich. Ich liebe die Machtkritik, es ist mein sportlicher Ehrgeiz, Missstände präzise zu erkennen und zu benennen, auch wenn ich mich damit nicht immer beliebt mache. Der Grund dafür könnte einfacher nicht sein: Erstens, ich glaube zutiefst daran, dass nur Machtkritik ein Land reicher, leistungsstärker, freier und sicherer machen kann. Und zweitens, ich möchte nicht, dass unsere Kinder unter dem zunehmend autoritären Irrsinn linker Ideologie aufwachsen. Rechtzeitige Machtkritik verhindert spätere Armenspeisung. Der Weg rein in den Sozialismus ist süß und voller Verheißungen, der Weg raus aus dem Sozialismus ist mörderisch und voller Leid und Entbehrungen.
Am Wochenende schlug wieder einmal die neue deutsche Realität zu. In der CDU-regierten Hauptstadt gab es gleich vier Schießereien, eine Massenschlägerei, einen Toten, mehrere Schwerverletzte und Not-OPs. Eine dieser Schießereien, in einer Bar, beschrieb die Berliner Polizei, die über der Stadt die linksextreme bunte Progress-Pride-Flagge wehen lässt, mit folgenden Worten: „Ein 24-Jähriger ging in eine Bar, soll dort eine Faustfeuerwaffe gezogen und lebhaft damit gestikuliert haben. Dabei löste sich ein Schuss.“ „Lebhaft“ ist ein Wort, das man eigentlich aus der Beurteilung von Grundschülern kennt, aber im bunten Berlin der CDU ist es die Sprache der Polizei für Schwerststraftäter geworden.
Zeitgleich verkündete die EU-Kommission (unter CDU-Führung), das Verbrennerverbot in Teilen schon auf 2030 vorziehen zu wollen, also uns zu MEHR E-Autos zu zwingen, (Porsche will übrigens bis Ende des Jahres 5000 Stellen abbauen), die CDU-Bundesregierung warnte derweil vor einem Kollaps der deutschen Stromversorgung, weil nicht mehr genug Strom da ist und der Netzausbau zu teuer sei.
Ursula von der Leyen und die EU Kommission wollen das Verbrennerverbot gegen alle Widerstände durchdrücken.
Während ich darüber nachdachte, dass die sogenannte „Energiewende“ nichts anderes als verbrecherische Sabotage gegen die einst sicherste und verlässlichste Energieversorgung der Welt ist, legte die CDU-Regierung in Berlin wiederum ein neues Gesetz zur Enteignung vor.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit seiner Stellvertreterin Franziska Giffey (SPD) während einer Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus.
Das Gesetz sieht die „Vergesellschaftungen von Grund und Boden, Naturschätzen und Produktionsmitteln sowie deren Überführung in Gemeineigentum …“ vor. Die DDR lässt grüßen. Entschädigt werden sollen die Enteigneten unter CDU-Herrschaft „in Geld oder anderen Werten“ (Glasperlen?), allerdings: „Die Höhe der Entschädigung … NIEDRIGER zu bestimmen als der Verkehrswert.“
Alles, was Sie über den inneren geistig-moralischen Zustand der CDU wissen müssen, führt auf erschütternde Weise der CDU-Bürgermeister der deutschen Hauptstadt Kai Wegner vor.
Erst ließ er sich am Wochenende lachend mit einem Anti-Merz-T-Shirt fotografieren, das den Bundeskanzler mit Clownsnase im Zirkuszelt Bundestag zeigt. Ich frage mich: Wenn man Merz offenkundig nicht mal mehr in der CDU ernst nimmt und als Clown verhöhnt, wie sollen ihn dann die Bürger ernst nehmen?
Kai Wegner mit einem T-Shirt, das Bundeskanzler Friedrich Merz als Clown zeigt.
Anschließend ließ sich Berlins Bürgermeister Kai Wegner VON DER POLIZEI die linksextrem-aktivistische Progress-Pride-Flagge auf den Arm tätowieren, die genauso auch von der militanten Antifa verwendet wird. Überhaupt ist es in Deutschland keine gute Idee, politische Bekenntnisse als Tattoo zu tragen.
Kai Wegner am Stand der Berliner Polizei beim 31. Lesbisch-schwulen Stadtfest am Nollendorfplatz in Berlin.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











