Auf Berlins Straßen sind am Donnerstagvormittag vielerorts keinerlei Markierungen mehr zu sehen. Nachdem es in der Nacht sowohl zu sofort gefrierendem Eisregen als auch zu Schneefall gekommen war, ist Berlin in eine dicke Schicht aus eisigem Matsch gehüllt. Denn die Stadt hat es einmal mehr nicht geschafft, wenigstens die Hauptstraßen einigermaßen freizumachen.
Stattdessen scheint an vielen Stellen Sand auf die Fahrbahn gekippt worden zu sein – ohne zuvor den Schnee wegzuräumen. Dadurch entsteht ein dunkler Matsch, auf dem Fahrzeuge weiterhin rutschen können. Manche Kreuzungen gleichen einem erdigen Schlachtfeld. Autofahren wird so zum Risiko. Zu Fuß gehen und Rad fahren sind durch die glatten Gehwege schon seit Tagen nur eingeschränkt möglich.
Berichte über Unfälle, auch auf den Stadtautobahnen, häufen sich. Schon am Morgen kam es durch die Glätte auf der A10 zu einem Unfall. Auf der A100 entwickelte sich ein Stau von mindestens 30 Minuten Dauer. Insgesamt registrierte die Polizei nach Angaben des Tagesspiegel zwischen vier Uhr und acht Uhr 42 Unfälle. Am Donnerstag der vergangenen Woche waren es demnach nur 27. Gegen zehn Uhr musste die A115 sogar zeitweise voll gesperrt werden; Teile des Verkehrs wurden nach dem Unfall über den Standstreifen geführt. Die Sperrung dauerte etwa drei Stunden an.
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