Im boomenden und zugleich stark umstrittenen Markt für Kompakt-SUVs kann Mercedes mit seinen elektrischen Modellen nicht mithalten. Besonders schwach verkaufte sich zuletzt der EQB. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden in Deutschland weniger als 3.800 EQB neu zugelassen. Zum Vergleich: Der direkte Konkurrent BMW iX1 kam im selben Zeitraum auf über 7.400 Neuzulassungen – also rund doppelt so viele. Hauptgrund dürfte die hohe Preisgestaltung und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit sein, die damit einhergeht. Das Einstiegsmodell EQB 250+ startet aktuell bei stolzen 54.000 Euro.
Auch die Qualität des Fahrzeugs lässt zu wünschen übrig. Vor diesem Hintergrund sorgte ein Rückruf Anfang des Jahres für Negativschlagzeilen. Bei Modellen der aktuellen Baureihe wurde ein mögliches Kurzschlussrisiko in der Hochvolt-Batterie festgestellt, das im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann. Weltweit waren von der Rückrufaktion knapp 34.000 Fahrzeuge betroffen, darunter 3.119 in Deutschland. Für viele Besitzer hat dies die Unsicherheit bezüglich der Zuverlässigkeit des Elektroautos weiter verstärkt und den Absatz zusätzlich belastet.
Generell zählt die Sorge um Funktionalität und Verlässlichkeit der Batterie zu den Hauptgründen, warum sich Verbraucher gegen die Anschaffung eines Stromers entscheiden.
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