Die NGO HateAid spielt bei der aktuell laufenden Kampagne gegen KI-generierte Sexbilder eine wichtigere Rolle als bisher bekannt. Denn Anfang Februar reichte HateAid einen „Vorschlag für einen Gesetzentwurf“ beim Bundesjustizministerium ein. Dessen Ziel: „Nicht einvernehmliche sexualisierende Deepfakes strafbar machen“.
Genau ein solches Gesetz will Bundesjustizministerin Stefanie Hubig nun durchsetzen. Das kündigte die SPD-Politikerin in einem Interview mit dem Spiegel an, das begleitend zur Titelgeschichte um die Fake-Sex-Chat-Vorwürfe der Fernsehdarstellerin Collien Fernandes in der aktuellen Ausgabe des Magazins erschienen ist. „Außerdem müssen wir Strafbarkeitslücken bei pornografischen Deepfakes und anderen Formen bildbasierter Gewalt schließen. Daher will ich im Frühjahr ein digitales Gewaltschutzgesetz vorlegen. Damit will ich auch ein Signal setzen und Grenzen aufzeigen“, sagte Hubig darin.
Bei den erotischen Bildern, die Fernandes’ Ex-Ehemann Christian Ulmen unter ihrem Namen an Männer geschickt haben soll, handelte es sich zwar nicht um KI-generierte Fakes. Das räumte Fernandes inzwischen gegenüber Nius ein. Doch die durch den Spiegel flankierte Kampagne zielte genau in diese Richtung und passte damit exakt zu dem, was HateAid fordert und von der SPD-Justizministerin nun umgesetzt wird.
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