Vor vier Jahren drehte sich an den Anleihemärkten der Wind. Seither steigen die Renditen für Staatsanleihen in sich verstärkenden Wellen. Einiges deutet darauf hin, dass wir am Vorabend einer weiteren Staatsschuldenkrise stehen könnten. Denn es ist unbestritten: Niemand geht beim Schuldenmachen vom Gas.
In der Konsequenz steigt der Schuldenberg. In Deutschland ist er auf 2,72 Billionen Euro angeschwollen – bei einem Bruttoinlandsprodukt von 4,47 Billionen Euro. Für deutsche Verhältnisse ein kritischer Wert, der in diesem Jahr auf etwa zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts anschwellen wird.
Bei einer tatsächlichen Neuverschuldung von über fünf Prozent in der Endabrechnung des Jahres wird Bundeskanzler Merz in drei Jahren wohl mit einer Gesamtverschuldung von über 80 Prozent den Staffelstab an den nächsten Schuldenkönig weiterreichen.
Weltweit hat der Schuldenberg inzwischen die Höhe der globalen Wirtschaftsleistung erreicht. Auch ohne ökonomische Vorkenntnisse ist klar, dass dieses fragile Schuldengebilde zum gesellschaftlichen Problem wird, zumal die Privatwirtschaft nicht mehr die Kraft besitzt, Schuldendienst und gleichzeitig eigene Investitionen zu schultern.
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