Die Bundesregierung befindet sich in der Krise – Bundeskanzler Friedrich Merz hatte eine Migrations- und Wirtschaftswende versprochen und liefert das Gegenteil. Während Merz die Koalition für alternativlos erklärt, formiert sich innerhalb der Union eine neue Strömung: Vor der vergangenen Bundestagswahl wurde von vielen noch eine grün-schwarze Koalition vehement ausgeschlossen – zu groß war das Trauma aus den Ampel-Jahren. Mittlerweile öffnen sich viele Unionspolitiker wieder für die Grünen.
Wie mehrere Medien, unter anderem The Pioneer, berichten, soll sich mittlerweile eine grün-schwarze Abgeordnetengruppe formiert haben, die sich immer wieder zu informellen Treffen versammelt – das Ganze erinnert stark an die bekannt gewordene „Pizza-Connection“ aus den 90er-Jahren, als sich CDU- und Grünen-Politiker zu lockeren Runden in einer Bonner Pizzeria trafen. Geführt werden soll der heutige Kreis von der Grünen-Abgeordneten Claudia Müller und der CDU-Abgeordneten Silvia Breher.
Der Umschwung bei der Union kommt angesichts der Frustration über den Koalitionspartner SPD: Die von der Union geforderten Reformen werden immer wieder blockiert – die Genossen stellen sich vehement gegen Kürzungen am Sozialstaat, und das, obwohl Felder wie die Rente, die Krankenversicherung oder das Bürgergeld den Haushalt mittlerweile so stark belasten, dass Investitionen nur noch in eingeschränktem Maße möglich sind.
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